England besiegt seinen Penalty-Fluch

England besiegt seinen Penalty-Fluch

England besiegt seinen Penalty-Fluch

England besiegt seinen Penalty-Fluch dank Einsatz von speziellen Coachs. Wie England seinen Penalty-Fluch besiegte – und die besten Reaktionen darauf. (Artikel von Watson – Philipp Reich)

England hat gegen Kolumbien erstmals an einer WM ein Penaltyschiessen gewonnen. Zuvor hatte England an Weltmeisterschaften dreimal in der Elfmeter-Lotterie verloren. Warum der Erfolg in WM-Achtelfinal kein Zufall ist und wie eine gebeutelte Nation erleichtert aufatmet.

Es hat tatsächlich genützt! Seit März übten die Engländer Penaltyschiessen, um ihren WM-Fluch endlich zu besiegen. Dreimal mussten sie an einer WM zur Kurzentscheidung antreten, dreimal zogen sie den Kürzeren.

Obwohl mit Jordan Henderson der dritte Schütze versagte, siegten die «Three Lions» nach dem 1:1 nach 120 Minuten mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Mateus Uribe traf nur das Lattenkreuz, Carlos Bacca sah seinen Versuch von Jordan Pickford pariert. Danach traf Kieran Trippier souverän.

Jetzt ist der Fluch also besiegt!

«Penaltyschiessen ist definitiv kein Glück und auch kein Zufall. Es geht darum, die Fähigkeit zu haben, unter Druck abzuliefern», predigte Southgate immer wieder. Der England-Trainer hatte 1996 im EM-Halbfinal selbst den entscheidenden Penalty verschossen. «Gareth Southgate, the whole of England is with you», hiess es damals – und er scheiterte.

Englands Bilanz im Penaltyschiessen: 2:6

Keinem seiner Spieler sollte ein ähnliches Schicksal wiederfahren. Ein Analyseteam bekam den Auftrag, die bisherigen Duelle auf ein Allerheilmittel für einen Penalty-Erfolg zu untersuchen. Die Fachleute waren dabei zum Ergebnis gekommen, dass sich die Engländer bei der Ausführung im Vergleich zu ihren internationalen Kollegen weniger Zeit nahmen.

Nach den meisten Trainingseinheiten fanden deswegen Penaltyschiessen statt, bei denen die Spieler – erschöpft durch das Training zuvor – von der Mittellinie aus losgehen mussten, um sich an den Ablauf zu gewöhnen. Die fünf Hauptschützen wurden ausserdem Monate im Voraus bestimmt, sowie auch fünf Ersatzschützen. Ausserdem wurde individuelles Coaching angeboten, für das unter anderem mit psychometrischen Tests von jedem Spieler eine Art Penaltyschützenprofil erstellt wurde.

«Es kommt darauf an, in diesem einen Moment da zu sein. Und ich war es.»
England-Goalie Jordan Pickford nach dem Spiel

Doch nicht nur das. Southgate hat auch festgelegt, welcher Betreuer auf dem Platz stehen darf und welcher nicht. Die Engländer überliessen nichts dem Zufall – und wurden endlich belohnt.

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